Der
brennende Bus unter der Brücke entwickelt eine enorme Hitze,
das Feuer greift
sogar das Bauwerk an.
Foto: Feuerwehr Bad Harzburg
|
VIENENBURG.
Während
der Fahrt fing der Bus einer Hamburger Reisegruppe am Sonntagmittag auf
der B6 plötzlich
Feuer.
Das Fahrzeug brannte vollständig aus, die Insassen konnten sich
aber
rechtzeitig vor dem Inferno in Sicherheit bringen.
Nachfolgende Autofahrer machten den Busfahrer auf den Brand aufmerksam.
Der stoppte am Vienenburger Dreieck,
und die 45 Kinder plus drei Lehrer konnten
ins Freie flüchten. Auslöser des Feuers war wahrscheinlich
ein technischer
Defekt,
rekonstruiert der Bad Harzburger Polizeioberkommissar Thomas Gummich.
Die Fahrt
hatte die zwei fünften Klassen einer Hamburger Haupt- und
Realschule nach
Ilfeld in den Ostharz geführt. Wir
hatten vom Feuer noch nichts gemerkt, im
Innenraum war kein Rauch, als der Bus stoppte. Doch dann breitete sich
der
Brand rasend schnell aus. Mit Feuerlöschern war nichts mehr zu
machen. Aber die
Türen ließen sich problemlos öffnen,
und die Kinder konnten ins Freie gehen,
beschreibt ein Lehrer die entscheidenden Sekunden.
Eine gute
halbe Stunde sowie 600 Liter Schaummittel und 20.000 Liter Wasser
später hatten
die Einsatzkräfte den Brand
unter Kontrolle. Den Sachschaden bezifferte die
Wehr auf 300.000 Euro. Das Feuer zog auch die Brücke in
Mitleidenschaft,
unter
der der Busfahrer sein Vehikel zum Stehen gebracht hatte. ag |
Online Meldung des NDR vom
24.04.2006
Niedersachsen
Hamburger
Schüler entkommen brennendem Bus
Im Landkreis Goslar
haben sich 45 Hamburger Schulkinder und drei Lehrer unverletzt aus
einem
brennenden Bus retten können. Wie Polizei am Montag mitteilte, war
das Fahrzeug
am Sonntag auf der Bundesstraße 6 nahe Vienenburg in Brand
geraten. Grund dafür
war offenbar ein technischer Defekt. Die Fünftklässler aus
der Hansestadt
hätten sich rechtzeitig ins Freie retten können, sagte eine
Sprecherin. Ein
Kind musste mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Die
Schüler
befanden sich auf der Rückfahrt von einem Ausflug in den Harz. Das
Fahrzeug
brannte vollständig aus. Dabei entstand ein Sachschaden von rund
300.000 Euro.
Busfahrer
verhinderte
Katastrophe
Der
Busfahrer wurde während der Fahrt von einem nachfolgenden
Autofahrer auf
Flammen unter dem Heck gewarnt. Der Busfahrer hielt daraufhin sofort an
und
ließ alle Insassen umgehend aussteigen. Kurz danach hat sich das
Feuer so
schnell ausgebreitet, dass der Bus in Flammen stand und
vollständig ausbrannte.
Wäre der Brand Minuten später entdeckt worden, wäre es
nach Polizeiangaben zu
einer "Katastrophe gekommen". Fünfeinhalb Stunden nach dem
Zwischenfall konnten die Schüler und Lehrer die Heimreise nach
Hamburg in einem
Ersatzbus antreten.
Stand: 24.04.2006 10:57
Ouellle: www.ndr.de
http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2529716,00.html#seitenanfang
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Online
Artikel der GZ vom 25.04.2006
Nach
dem Busbrand: Lob für die Retter
VIENENBURG.
Glimpflich verlief der Busbrand am Sonntag im Vienenburger Dreieck ab,
doch alles hätte auch in einer Katastrophe enden können: „Der
Busfahrer
hätte nur den Fehler begehen müssen, näher an der
Leitplanke zu parken,
dann hätten sich die Türen nicht mehr öffnen lassen, die
schwenken 20
bis 30 Zentimeter aus“, malt Vienenburgs Ortsbrandmeister Uwe Bartel
ein Schreckensszenario.
Wegen
des sich schnell ausbreitenden
Brandes, der vermutlich im Motorraum entstand, hätte der Bus nicht
mehr
gefahren werden können, die Hamburger Schulkinder und Lehrer
wären im
Bus gefangen gewesen, hätten zur Flucht Scheiben zerschlagen
müssen.
Die Fast-Katastrophe erregte großes Interesse überregionaler
Medien.
Viel
Dankbarkeit ernten derweil die Retter und Helfer von Freiwilligen
Feuerwehr und DRK. „Eine Mutter rief heute Morgen auf unserer
Dienststelle an und berichtete, dass ihr Kind ganz begeistert von der
Aufnahme und der Betreuung gewesen sei und äußerte ihren
Dank“,
berichtet Holger Pernath von der Vienenburger Polizei. Die Betreuer
hätten mit den Kindern in kleinen Gruppen gespielt, wer müde
war,
konnte sich hinlegen. Es gab sogar noch Abendbrot, denn der Bus
Richtung Hamburg startete erst gegen 18.30 Uhr, fügte Pernath an.ag
Online
Artikel der GZ vom 27.04.2006
Untersuchung
des Brückenzustands nach dem Busbrand
VIENENBURG.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr lässt
jetzt ein Gutachten anfertigen, um die Schäden festzustellen, die
der
brennende Bus am Sonntag an der Brücke über die
Bundesstraße 6
verursacht hat. Ein Termin für die Besichtigung steht aber noch
nicht
fest.
„Es
besteht aber auf keinen Fall eine Einsturzgefährdung“,
berichtet Werner Nöltker, im Hannoveraner Geschäftsbereich
der Behörde
für Brücken zuständig. Beauftragt werden soll ein
Gutachter,
voraussichtlich von der Technischen Universität Braunschweig, der
die
Schäden in Augenschein nimmt.ag |